Tansania In den Jahren 2010 und 2011 fanden in Tansania Projektbesuche statt, an denen Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NRO) aus Niedersachsen teilnahmen, um mögliche Bereiche der Zusammenarbeit zu erkunden. Ziel war es, auf bestehenden Strukturen von Schulen, Universitäten, Ministerien, Kirchen, einer Werft und NGOs in Niedersachsen aufzubauen und laufende Projekte in Tansania zu stärken, um Menschen selbst zu helfen. Die niedersächsische Landesregierung will ihre Fähigkeit nutzen, durch ihre persönliche und logistische Expertise langfristig Einfluss auf die Politik zu nehmen und Kooperationsprojekte in Tansania zu fördern. Die Projekte werden in Tansania mit Hilfe von Partnern von niedersächsischen Universitäten, Schulen und Unternehmen und manchmal AUCH von NGOs durchgeführt. Das für die regionale Wirtschaftsentwicklung am meisten symbolische und wichtigste Projekt – nämlich die Restaurierung der MS Liemba, ehemals Graf Goetzen, die vor fast 100 Jahren im niedersächsischen Papenburg erbaut wurde und noch immer auf dem Tanganjikasee segelt – ist ein Symbol für deutsche Ingenieurskunst und Handwerk und Teil eines gemeinsamen historischen Erbes zwischen Tansania und Deutschland. Das Schiff wurde durch Filme wie The African Queen zum Mythos. Das Schiff wird aus entwicklungspolitischen Gründen dringend benötigt, zumal Händlerinnen rund um den See auf eine zuverlässige Schifffahrtsverbindung angewiesen sind. Es dient derzeit auch als Transportmittel für das UNHCR, um Flüchtlinge aus Burundi nach Tansania zu bringen. Das Schiff ist zwar seetüchtig, muss aber dringend repariert werden. Derzeit werden Möglichkeiten zur Finanzierung dieser Reparaturen geprüft, an denen möglicherweise Unternehmen beteiligt sind.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit ist die Kooperation zwischen dem Jugendzirkus aus Niedersachsen, Circ`A Holix und der Leistungsgruppe der Sekundarschule Natiro. Während des Besuchs von Schülern der Natiro Secondary School in Hannover fand bei der Small Party im Big Garden eine gemeinsame Aufführung statt, die jedes Jahr Tausende von Menschen anzieht. Niedersachsens projektbasierte Zusammenarbeit mit Tansania konzentriert sich auf: Dieses System, bei dem Tarifverhandlungen in erster Linie auf Industrieebene und nicht am Arbeitsplatz stattfinden, gilt traditionell als eine der Stärken des deutschen Systems. Sie hat das Potenzial, Konflikte über Löhne und Bedingungen auf Branchenebene zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden aufzuhalten, während auf Arbeitsplatzebene einzelne Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter – die Betriebsräte (siehe Abschnitt zur Vertretung am Arbeitsplatz) – kooperativere Beziehungen entwickeln können. Partner(e), EU:Bundesland Niedersachsen, Deutschland Eine Mindestlohnkommission, bestehend aus Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgebern, mit externen Experten in beratender Funktion, macht Vorschläge für eine Erhöhung des Satzes unter Berücksichtigung von Erhöhungen der kollektiv ausgehandelten Lohnsätze. Diese Vorschläge werden der Regierung vorgelegt, die die endgültige Entscheidung trifft. Branchenvereinbarungen werden in der Regel auf regionaler und nicht auf nationaler Ebene ausgehandelt. Infolgedessen gibt es geringfügige Unterschiede zwischen den Regionen.

Die Hauptelemente der Abkommen, insbesondere die Höhe der Lohnerhöhung, werden jedoch in der Regel in allen Regionen gleich sein. Die größte Ausnahme bildet die ehemalige DDR, wo die ausgehandelten Löhne und/oder Bedingungen in einigen Branchen immer noch schlechter sind als in der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland, obwohl sich die Lücke im Laufe der Zeit geschlossen hat. Die Lohnspezialisten des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialinstituts (WSI), das die Entwicklungen regelmäßig beobachtet, schätzen, dass Ende 2017 das durchschnittliche Niveau der ausgehandelten Tarife im Osten 97,5 % der im Westen lag.